Oft übersehen aber trotzdem wichtig: Vertikutieren

In einer Rasenfläche entwickeln sich durch den natürlichen Wachstumszyklus des Gras eine Ansammlung von abgestorbenen Graspflanzen, die sich nach und nach unter den lebenden Halmen ansammeln. Grundsätzlich ist dies kein Problem, abbauende Mikroorganismen „verarbeiten“ diese leblose Masse durch weiter in ihre Bestandteile, die auf natürliche Weise der Bodenfläche Nährstoffe zurückgeben. Auf einer künstlich gedüngten Rasenfläche ist die abzubauende Masse jedoch so hoch und das Klima für abbauende Mikroorganismen nicht genug hoch, sodass sich dichte Ansammlungen toten Materials bilden. Kommt dann noch ein Moosbewuchs (siehe Beitragsbild) dazu, wie er besonders an feuchteren Stellen Ihres Gartens auftreten kann, erstickt dies schnell den eigentlichen Rasen.

Um dieser Verdichtung entgegenzuwirken, empfiehlt es sich, regelmässig (zum Beispiel jährlich) zu vertikutieren. In diesem Prozess werden mithilfe von vertikal rotierenden Messern der Rasen und die oberste Bodenschicht aufgelockert und ein Grossteil des toten Materials abgetragen.

Um den Effekt der Auflockerung optimal auszunutzen und dabei so wenig lebende Rasenpflanzen ungewollt auszureissen, sollte das Vertikutieren vor der grössten Wachstumsphase des Rasens, also im Frühling vorgenommen werden. Die genaue Anwendung der entsprechenden Geräte variiert und Sie sollten auf jeden Fall zuerst das Benutzerhandbuch konsultieren.

Um dem verbleibenden Gras Nährstoffe zurückzugeben und das Wachstum anzuregen, sollte anschliessend eine Düngung vorgenommen werden. Bald kann anschliessend ein grünerer, gesünderer Rasen beobachtet werden.

Auf dem Markt gibt es diverse Arten von Vertikutiergeräten, die sich im Wesentlichen in drei verschiedene Kategorien unterteilen lassen.

Erstens gibt es Geräte mit elektrischem Antrieb. Sie sind umweltschonender und leiser im Betrieb als ihre Pendants mit Benzinmotor. Da sie aber oft die Verwendung eines Kabels benötigen, kann die Mobilität etwas eingeschränkter ausfallen oder ein Verlängerungskabel wird notwendig.

Ein äusserst beliebtes Produkt in diesem Bereich ist der Bosch DIY Vertikutierer AVR 1100. Ein detaillierterer Bericht dazu folgt.

 

Die zweite Kategorie wurde bereits angesprochen, es sind die benzinbetriebenen Vertikutiergeräte. Sie sind dank Unabhängigkeit von einer Stromquelle mobiler und universeller einsetzbar als die Modelle mit Elektroantrieb und besitzen generell eher mehr Leistung, was eine schnellere und einfachere Arbeitsweise ermöglicht. Vor einem Kaufentscheid muss aber auch die erhöhte Lärm- und Abgasemission in Betracht gezogen werden.

Ein benzinbetriebenes Vertikutiergerät, das sich bei vielen Benutzern bewährt hat, ist der Einhell Benzin Vertikutierer GC-SC 2240 P. Ein detaillierter Bericht folgt.

Die dritte Kategorie bilden die manuellen Vertikutierer. Obwohl sie einen erheblich grösseren Einsatz von Muskelkraft benötigen, können sie sich bewähren. Besonders wenn es darum geht, möglichst wenig Platz in der Garage einzunehmen oder ohne grossen Aufwand kleinere Flächen zu bearbeiten, hat diese Klasse die Nase vorn.

Beliebt und bewährt in dieser Kategorie ist vor allem der WOLF-Garten multi-star Pendel-Vertikutierer. Ein detaillierter Bericht folgt.

Share: